Der DMD-Chip (Digital Micromirror Device) wurde von Dr. Larry Hornbeck 1987 (TI) entwickelt und unter der Marke DLP registriert. Er ist mit unglaublich vielen Mikrospiegeln versehen die als Lichtschalter fungieren. Sie reflektieren das Licht der Projektionslampe. Die Größe der Mikrospiegel liegt bei cirka 14 Mikrometer und sie sind in der Lage innerhalb von 16 Mikrosekunden zu wippen. Das Wippen wird durch die Einwirkung elektrostatischer Felder hervorgerufen. Die Spiegel werden um 10 Grad in beiden Richtungen geneigt. Unter dem Spiegel befindet sich eine Speicherzelle, die je nach aktueller Ladung, in einer der beiden Richtung ausgerichtet wird. Die Helligkeit ist umso höher, desto länger der Spiegel das einfallende Licht reflektiert. Dunkler wird das Bild wenn das Licht kurzweilig auf den Spiegel trifft. Auf Grund der geringen Streuung des Lichts, das durch den Einsatz eines speziellen Objektives gelenkt wird, überzeugen die Kontrastwerte von 2.500:1 und mehr. Das Ziel ist vor allem die Verminderung des Streulichts, um noch höhere Kontrastwerte zu erreichen. Zwei Millionen kleine mikroskopische Spiegel sind auf dem Chip. DMD-Chips werden vorwiegend für DLP-Projektoren und Rückprojektionsbildschirme verwendet. Doch sollen DMD-Chips auch in 3D-Anzeigen, wissenschaftlichen, medizinischen und industriellen Anwendungen wie zum Beispiel der Markierung von Wasserzeichen, der Gravierung oder zur Sicherheit durch Scannen von Gesichtern eine Rolle spielen.

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